Jede Menge Spaß bei der Eiersuche

Traditionelle Aktion am Ostermontag lockte viele Besucher aus nah und fern nach Gottersdorf

Nachdem alle sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg Anfang April offiziell ihre Tore für die Besucher zur neuen Saison geöffnet hatten, herrschte am Osterwochenende großer Andrang im Odenwälder Freilandmuseum in Gottersdorf beim traditionellen Eiersuchen.

Bedingt durch das diesmal außergewöhnlich gute Wetter und die Ferienzeit konnte sich die Besucherzahl an diesem Osterwochenende sehen lassen. Aus vielen Teilen Deutschlands zog es Touristen in den Odenwald. So waren auf dem Besucherparkplatz Nummernschilder von der Nordseeküste, aus dem Ruhrgebiet, der Bodenseeregion, ja sogar aus der benachbarten Schweiz zu sehen.

 

Für die von den Kindern mit Spannung erwartete Eiersuche am Ostermontag hatte die Museumsverwaltung eine große Wiese hinter einem der altehrwürdigen Gebäude abgesteckt. Zu verschiedenen Uhrzeiten durften sich die jungen Museumsbesucher dann auf die Suche nach den bunten Eiern machen - und so viele mitnehmen, wie gefunden hatten beziehungsweise tragen konnten.

Bereits am Karfreitag durften die kleinen Besucher in der Museumsgaststube Eier ausblasen und diese bunt bemalen. Anschließend wurden die kleinen Kunstwerke draußen an den Osterbaum am Dorfbrunnen aufgehängt.

Am Ostermontag stand jedoch nicht nur die Eiersuche im Mittelpunkt. Auch für alte Spiele wie das Kartoffel-Laufen durch einen Parcours am Museumseingang ließen sich die Kinder schnell begeistern. Ein paar Schritte weiter konnten die etwas Größeren das Stelzenlaufen ausprobieren. So manches Kind benötigte dabei am Anfang noch etwas Unterstützung von den Eltern, bevor es mit dem Gleichgewichthalten klappte. Auch die Erwachsenen ließen es sich nicht nehmen, auf die Stelzen zu steigen und in Kindheitserinnerungen zu schwelgen.

Viele Frauen entdeckten auch den an eine Tränke angelehnten Hula-Hoop-Reifen, legten diesen um die Hüfte und versuchten einen eleganten Hüftschwung an den Tag zu legen. Außerdem gab es noch das Tannenzapfenwerfen: Dabei mussten die Teilnehmer einen Tannenzapfen in eine Schüssel werfen und wer die meisten Treffer gelandet hatte, hatte am Ende gewonnen.

Ein Stück weiter des Weges gab es eine Wurfwand mit Ostermotiv und verschieden großen Löchern. Dort galt es "Eier" - in Form von Tischtennisbällen - aus einer bestimmten Entfernung durch die Löcher zu werfen. Viel Spaß hatten große und kleine Besucher auch am Pferch der museumseignen Rhönschafe beim Streicheln und Füttern mit Gras. Zurzeit befinden sich junge Lämmer auf dem Museumsgelände.

Somit schließt sich auch gleich die nächste Veranstaltung im Odenwälder Freilandmuseum am Sonntag, 11.Mai, unter dem Motto "Vom Schaf und seiner Wolle" an. An diesem Tag wird um 13.30 Uhr und um 15 Uhr jeweils von einem Schafscherer die Schafschur vorgeführt und ab 11.30 Uhr die Weiterverarbeitung der Schafswolle. hape

© Fränkische Nachrichten

Zusätzliche Informationen