Kartoffel-und Mostfest im Odenwälder Freilandmuseum

Im Freilandmuseum steht die letzte große Veranstaltung der Museumssaion 2013 bevor: Am Sonntag, 22.September, findet der große  Kartoffel-und Mosttag statt, begleitet von Jägereivorführungen, der wieder von breitem bürgerschaftlichem Engagement in Gottersdorf getragen wird. Es ist dies die große Herbstveranstaltung, das Herbstfest dieser Museumssaison mit einem jahreszeitlich abgestimmten landwirtschaftsgeschichtlichen Thema.

Die Ernte auf dem  Museumskartoffelacker wird durchgeführt nach alter Art mit Pferd und Pflug und Traktor und Schleuder. Eine mühselige Arbeit war das Einsammeln der Kartoffel früher, zu denen man neben allen Mitgliedern des bäuerlichen Haushalts einschließlich der Kinder auch Taglöhner herbeizog. Die Kinder, die heute an diesem Tag in spielerischer Weise auf dem Museumsacker die Kartoffeln einsammeln und mitnehmen dürfen, bekommen doch gleichzeitig eine Ahnung davon, wie mühevoll es früher gewesen sein muss, volle Säcke zu bekommen. Und von dem Ergebnis der Ernte hing das Überleben ab. Für die Kinder gibt es übrigens auch die Möglichkeit, sich an dem beliebten Kartoffeldruck zu beteiligen.

Die Kartoffelwaschmaschine, die in Betrieb ist und ebenfalls selbst bedient werden darf, vermittelt den Eindruck eines weiteren Arbeitsgangs, der notwendig war, um die Kartoffel zuzubereiten. Und zubereitet darf man die Kartoffel im Museum dann auch genießen: Den Hunger, den man beim Einsammeln bekommt und den alle Besucherinnen und Besucher auch von vorneherein mitbringen dürfen, kann man stillen bei einer Vielfalt traditioneller Kartoffelgerichte in und vor der Dreschhalle.

Auch die angebotenen Getränke richten sich nach der Jahreszeit, und damit stehen Apfelsaft und Most im Mittelpunkt. Das Keltern des Apfelsafts wird vorgeführt und man kann ihn frisch von der Kelter weg genießen. Mit dem vergorenen Apfelsaft, dem Most, füllten sich die Odenwälder Bauern früher die Fässer im Keller. Wieder einmal ist das Prinzip dieses Tages Vorführung landwirtschaftsgeschichtlicher Ernte- und Produktionsmethoden, kombiniert mit gleichzeitigem Angebot entsprechender Speis und entsprechendem Trank.

Einige Bauern im Odenwald hatten auch Waldbesitz und hatten das Jagdrecht. So wird wie schon traditionell in den letzten Jahren auch die Kreisjägervereinigung Buchen wieder mit von der Partie sein. Sie ist mit eigenem Stand vertreten, an dem sie über die Jägerei informiert mit naturgetreuen Präparaten unter dem Motto „Lernort Natur“ Einblicke in die heimische Tierwelt gibt. Auch einige zu Aktivitäten anhaltende Spiele sind hier im Programm wie Tannenzapfenwerfen. Für die musikalische Umrahmung dieses Themenbereichs sorgen dieses Mal 3 Bläservereinigungen abwechselnd; so etwa die „Parforce-Horn-Bläser“ oder die „Bläser Schloss Neuburg/Mosbach“.

Damit nicht genug: An diesem Tag anwesend ist auch eine „Kräuterfrau“ sowie eine Sandmalerin.

Das Museum ist wie immer von 10-18 Uhr geöffnet, ebenso wie die historische Museumsgaststätte.

Zur Unterhaltung der Kinder wird bei gutem Wetter eine Strohhüpfburg aufgebaut sein.

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