Weihnachtliche Ausstellung In der diesjährigen Vorweihnachtszeit wartet das Odenwälder Freilandmuseum mit einem zusätzlichen Angebot auf: Am 1.Adventssonntag, 30.November 2008, 13-17 Uhr, ist im Odenwälder Freilandmuseum eine weihnachtszeitliche Ausstellung zu sehen. Als Leihgabe eines hiesigen Sammlers sind weihnachtliche und vorweihnachtliche Schmuckgegenstände aus historischer Zeit ausgestellt, die man sonst nur noch selten zu Gesicht bekommt.
Kunstvolle Papierfaltkrippen, Adventskalender aus alter Zeit, alter Christbaumschmuck, Engelsgeläute, weihnachtliche Kinderbücher sowie verschiedene weihnachtliche Dekorationsstücke werden präsentiert. Die Ausstellung wird präsentiert in der festlich geschmückten historischen Museumsgaststätte, in der an diesem Nachmittag auch weihnachtliches Gebäck, Kaffee und Glühwein angeboten wird. Der Eintritt ist an diesem Nachmittag frei. Museumspädagogisches Programm für Schüler Zu den wichtigsten Aufgaben eines Museums gehört die sachgerechte Vermittlung geschichtlicher Zusammenhänge mittels der vorhandenen Sachzeugnisse. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf die Vermittlung an nachwachsende Generationen. Diese Aufgabe hat in besonderem Maße auch ein Freilandmuseum, und so hat das Odenwälder Freilandmuseum, das die ländliche Kulturgeschichte unserer Region dokumentiert, seine Angebote in dieser Hinsicht bereichert. So bietet das regionale Museum in Walldürn-Gottersdorf ab dieser Saison ein erweitertes museumspädagogischen Programm für Schüler an. Beim Thema "Kindheit Anfang letzten Jahrhunderts" ist jetzt auch ein Bestandteil vorgesehen, bei dem die Schüler durch Schreiben mit dem Griffel auf Schiefertafeln sich in das Schreibgefühl und die Schreibkünste ihrer Altersgenossen von vor rund 100 Jahren einfühlen können. Dabei darf auch die alte deutsche Schrift, die bis 1941 die Schreibnorm in Deutschland war, ausprobiert werden (Klassen 1-6). Beim Thema "Bäuerliches Leben um 1920" wird zu Ende der Führung ein altes Kinderspiel gespielt (Klassen 1-6). Beide Ergänzungen haben das Ziel, die Kinder durch aktives gemeinschaftliches Mitmachen und Nacherleben zu motivieren. Zum Weiteren sind neue Themen ins Programm genommen worden. So wird etwa ein traditioneller Bauerngarten genauer unter die Lupe genommen unter dem Motto: "Der Bauerngarten - Uromas Garten als Supermarkt und Apotheke" (alle Altersstufen). Wählt man: "Von laufenden Pinseln, springenden Besen und blökenden Strümpfen", so wird der Nutzen des tierischen Haar- bzw. Federkleides im früheren Alltagsleben anschaulich vorgestellt (alle Altersstufen). Schließlich geht es beim Thema "Des Bauern neue Kleider" um die Herstellung von Leinenzeug und Wollkleidung im bäuerlichen Haushalt. Hier können die Kinder auch selbst versuchen, Schafwolle mit dem Spinnstock zu spinnen (alle Altersstufen). Alles in allem also ein ausführliches Angebot, altersgerecht vermittelt, das der heutigen Schulgeneration Einblicke in die Lebensbedingungen einer noch gar nicht lange zurückliegenden, aber erstaunlich schnell gänzlich unbekannt gewordenen Vergangenheit ermöglicht.
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