Wettbewerb abgeschlossen: Jury nahm im Rathaus Arbeiten von Studenten der Fachhochschule Kaiserslautern unter die Lupe

Eingang als Schaufenster des Museums

Die Jury hatte keine leichte Aufgabe. Einen ganzen Vormittag wurde beraten, gesichtet und begutachtet. Im Mittelpunkt standen Arbeiten von Studenten der Fachhochschule Kaiserslautern, die sich mit der Verbesserung der immer noch provisorischen Eingangssituation des Oderwälder Freilandmuseums befassen. Am Ende gab es eine Siegergruppe mit sechs Personen.

Auf Initiative von Stadträtin Ramona Paar hatte sich Studiengangsleiter Professor Dipl. Ing. (FH) Werner Bäuerle von der Fachhochschule Kaiserslautern, Fachbereich Bauen und Gestalten, Nachhaltiges Bauen, Holzbau, Entwurf, entschlossen, im Wintersemester 2011/12 im Rahmen von Bachelor-Arbeiten ein Studienprojekt zu beginnen, das sich mit der Verbesserung der Eingangssituation des Museums in Gottersdorf befasst.

Zwölf Arbeiten zu sehen

Herausgekommen sind bei dieser Kooperation zwischen der Schule und der Stadt zwölf Arbeiten von Studenten, die in dieser Woche im Rathaus zu sehen sind. "Der Wettbewerb hatte insgesamt ein sehr hohes Niveau", sagte Ramona Paar, nachdem die Jury ihre Entscheidung getroffen hatte. Und die Jury hatte keine leichte Arbeit, um einen Sieger zu küren. In der Jury saßen: Josef Gerold, Theo Staudenmaier, Friedbert Günther, Agnes Sans, Ramona Paar, Bürgermeister Markus Günther aus den Reihen des Gemeinderates, die Gottersdorfer Ortsvorsteherin Ute Peper, Museumsleiter Thomas Naumann, Professor Bäuerle und Sabine Hohlfeld, Mitarbeiterin des Museums.

Dieser Eingangsbereich, der jährlich von durchschnittlich circa 25 000 Besuchern passiert wird, wird vom Museum selbst und von vielen Besuchern als unzureichend und unzeitgemäß empfunden. Der Eingangsbereich gehört heute zu den wichtigsten Faktoren einer besucherorientierten Einrichtung überhaupt; eine Verbesserung scheitert aber derzeit an den finanziellen Möglichkeiten.

In den Arbeiten sollte daher, so die Vorgabe, eine Neugestaltung, verbunden mit einer deutlichen Aufwertung dieses Eingangsbereichs, geplant werden. Gedacht ist einmal an ein erschwingliches, multifunktionales Eingangsgebäude als Schaufenster des Museums und der Region. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Lage am See, eine Verwendung des Baustoffs Holz, eine überschaubare Materialwahl, einfache Anschlüsse, reduzierte Details sowie ein straffer Grundriss. Vorgabe sollte auch sein, eine spätere Erweiterbarkeit eines zunächst bescheidenen Anfangs zu ermöglichen, den Einsatz erneuerbarer Energien vorzusehen und natürlich niedrige Investitions-und Unterhaltungskosten zu erzielen.

Ziel der Neugestaltung des Eingangsbereiches des Odenwälder Freilandmuseums ist es, für die Besucher und Besucherinnen sofort bei Eintritt eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich gut aufgenommen fühlt. Hierzu sollen unter anderem auch moderne Informationsmöglichkeiten, wie eine Multimediashow sowie ansprechende Präsentationsmöglichkeiten für das Verkaufsangebot dienen, was so jetzt alles nicht gegeben ist.

Nachdem Professor Bäuerle dem Museum im Juli vergangenen Jahres einen ersten Informationsbesuch abgestattet und sich für die Aufgabe erwärmt hatte, waren die Studierenden mit ihm im Museum, um sich mit der Lage und den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen (die FN berichteten).

Nachdem die Studienarbeiten beendet sind, wurden sie in der Hochschule in Kaiserslautern und jetzt in Walldürn präsentiert.

Am Ende gab es eine Siegergruppe mit sechs Personen. Irina Herdt und Sebastian Blatter bekommen je 250 Euro, das Geld kommt von Stadträtin Ramona Paar. Sebastian Sokol, Julia Schappert, Karsten Rübel, Denis Haun bekommen je 100 Euro, hier ist die Stadt Waldürn der Geldgeber. Weitere Teilnehmer am Wettbewerb waren Katrin Weber, Sahin Cagdas, Andrea Natter, Dorothee Lahr, André Korn und Sylwia Karvounis. mar

Fränkische Nachrichten
26. Januar 2012


AG auf der CMT präsent

Die "Arbeitsgemeinschaft der regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg", zu der auch das Odenwälder Freilandmuseum Gottersdorf gehört, ist seit vielen Jahren mit einem Gemeinschaftsstand auf der größten Touristikmesse Europas in Stuttgart vertreten. So auch dieses Jahr, wo man großen Zuspruch und Informationsbedürfnis der Besucher verspürt und mit einem umfangreichen Informationsangebot der sieben Museen aufwartet. In diesem Jahr besuchten auch Vertreter des Landes den Informationsstand. Auf dem Bild von rechts nach links der Leiter der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg, Dr. Axel Burkarth, Beate Kaiser vom Odenwälder Freilandmuseum, Dr. Andrea Melcher vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Freilichtmuseen und Leiter des Odenwälder Freilandmuseums.


Das Odenwälder Freilandmuseum hat Winterpause.

Schon Ende März öffnen wir wieder und am 1.April erwartet Sie und erwartet uns ein außergewöhnliches Ereignis!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern, ob groß oder klein, die uns in der Saison 2011 aufgesucht haben. Es waren 24.501, trotz des vielfach total verregneten Wetters gerade bei unseren größeren Veranstaltungen.

Unser neues Museumsgebäude „Haus Bär“, vollständig eingerichtet im Stil der 1950er Jahre, konnten wir am 19.Juni 2011 eröffnen. Es hat große Begeisterung ausgelöst. Es zeigt eine Zeit, die Viele noch erlebt oder zumindest noch „gestreift“, aber schon lange vergessen haben und jetzt wieder sehen wollen.

An dieses Thema nun knüpfen wir in der Saison 2012 wieder ganz groß an. Am 1. April nämlich findet die Saisoneröffnung aller 7 baden-württembergischen regionalen Freilichtmuseen bei uns statt. Und das Thema ist: „Die 1950er Jahre auf dem Land“. Alle diese Museen werden sich an den Aktionen beteiligen und dabei werden die Besucherinnen und Besucher in das Geschehen mit einbezogen bei typischen Tätigkeiten der 1950er-Jahre, wie etwa Teppichklopfen oder Anfertigen von Seifenblasen. Es gibt auch z.B. einen Hula-Hoop-Wettbewerb. Außerdem werden in einer Küche der 50erJahre Speisen nach damaligen Maßstäben und mit damaligen Mitteln  hergestellt. Die Mode  wird gezeigt, aber auch Oldtimer-Autos, denn damals begann die Mobilität für jedermann. Und fehlen dürfen natürlich Musik und Tanz  nicht; eine Boogie-Woogie-Gruppe ist schon engagiert. Wie man gewohnt, gelebt und gefühlt hat in dieser Zeit, dies alles zeigt unser 1950er-Jahre-Haus.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet von Fernsehteams des SWR und dann in der Sendereihe „Treffpunkt“ eine Woche später am Ostersonntag, 8.April, gesendet.

Unsere Ideenschmiede ist noch im Gang – wir möchten aber auch S i e  beteiligen und bitten Sie, uns Wünsche oder Ideen mitzuteilen, die wir verwirklichen sollten: Auf unserem Facebook-Account können dies alle tun, die möchten. Sie erreichen diesen über den Facebook-Button auf unserer Startseite. Sie dürfen uns Ihren Wunsch oder Ihre Idee aber auch per E-Mail mitteilen (info@freilandmuseum.com). Also, mitgemacht, die drei Ideen, die wir für die besten halten und verwirklichen können (Rechtsweg ausgeschlossen), erhalten einen Preis: Freien Eintritt zur Veranstaltung am 1.April sowie ein Buch über die 1950er Jahre!

Unsere anderen Veranstaltungen der Museumssaison 2012 entnehmen Sie bitte unserem (herunterladbaren) Veranstaltungskalender. Auch sonst halten wir Sie, wenn es etwas Neues gibt, hier auf dem Laufenden!

Allen unseren Besucherinnen und Besuchern unseres Museums und dieser unserer Internetsite wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr 2012!

 


Museumspädagogisches Programm für Schüler

Zu den wichtigsten Aufgaben eines Museums gehört die sachgerechte Vermittlung geschichtlicher Zusammenhänge mittels der vorhandenen Sachzeugnisse. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf die Vermittlung an nachwachsende Generationen. Diese Aufgabe hat in besonderem Maße auch ein Freilandmuseum, und so hat das Odenwälder Freilandmuseum, das die ländliche Kulturgeschichte unserer Region dokumentiert, seine Angebote in dieser Hinsicht bereichert.

So bietet das regionale Museum in Walldürn-Gottersdorf ab dieser Saison ein erweitertes museumspädagogischen Programm für Schüler an.

Beim Thema "Kindheit Anfang letzten Jahrhunderts" ist jetzt auch ein Bestandteil vorgesehen, bei dem die Schüler durch Schreiben mit dem Griffel auf Schiefertafeln sich in das Schreibgefühl und die Schreibkünste ihrer Altersgenossen von vor rund 100 Jahren einfühlen können. Dabei darf auch die alte deutsche Schrift, die bis 1941 die Schreibnorm in Deutschland war, ausprobiert werden (Klassen 1-6).

Beim Thema "Bäuerliches Leben um 1920" wird zu Ende der Führung ein altes Kinderspiel gespielt (Klassen 1-6).

Beide Ergänzungen haben das Ziel, die Kinder durch aktives gemeinschaftliches Mitmachen und Nacherleben zu motivieren.

Zum Weiteren sind neue Themen ins Programm genommen worden. So wird etwa ein traditioneller Bauerngarten genauer unter die Lupe genommen unter dem Motto: "Der Bauerngarten - Uromas Garten als Supermarkt und Apotheke" (alle Altersstufen). Wählt man:  "Von laufenden Pinseln, springenden Besen und blökenden Strümpfen", so  wird der Nutzen des tierischen Haar- bzw. Federkleides im früheren Alltagsleben anschaulich vorgestellt (alle Altersstufen). Schließlich geht es beim Thema "Des Bauern neue Kleider" um die Herstellung von Leinenzeug und Wollkleidung im bäuerlichen Haushalt. Hier können die Kinder auch selbst versuchen, Schafwolle mit dem Spinnstock zu spinnen (alle Altersstufen).

Alles in allem also ein ausführliches Angebot, altersgerecht vermittelt, das der heutigen Schulgeneration Einblicke in die Lebensbedingungen einer noch gar nicht lange zurückliegenden, aber erstaunlich schnell gänzlich unbekannt gewordenen  Vergangenheit  ermöglicht.

Museumspädagogisches Programm als PDF-Datei
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