Unkraut ist nicht gleich Unkraut

Die Wirkung und die Bedeutung von Kräutern standen im Freilandmuseum im Mittelpunkt. Dabei durften auch Leckereien wie eine Kräutersuppe und Wiesendudler probiert werden.

Der erste Kräutertag im Odenwälder Freilandmuseum wurde am Sonntag von den vielen Besuchern gut angenommen. Neben den Ständen mit vielen verschiedenen Kräutern, die zum Verkauf angeboten wurden, und einem Probierstand, bei dem man eine Auswahl an essbaren und trinkbaren Produkten wie Kräutersuppen, Kräuterpfannenkuchen und verschiedene Getränke probieren konnte, gab es auch gleich nebenan die Gelegenheit bei einem Workshop Kräuterpulver, Öle und Salben selber herzustellen.


Wanderung zu Wildkräutern

„Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt worden sind“ – ein Spruch von Ralph Waldo Emerson. Oder „Unkraut ist nicht gleich Unkraut“ so begrüßte Kräuterpädagogin Doris Öppling aus Götzingen, zuständig für den Genussbereich von Kräutern zum Verzehr, die erste große Teilnehmergruppe zur einstündigen Wildkräuterwanderung durch das Museumsgelände.

Öppling erklärte und zeigte eine Vielfalt an Kräutern, die auf dem Museumsgelände wachsen, wie sie zum Verzehr geeignet sind und welche Wirkung sie ausüben können. Zu jedem der verschiedenen Kräuter wusste Öppling am Ende immer auch eine kleine Geschichte zu erzählen.

Am Nachmittag führte Kräuterpädagogin und Heilpraktikerin Marlene Müller aus Mudau eine weitere Teilnehmergruppe durch das Wiesengelände. Sie ging in ihrer Führung auf die Wirkung der Kräuter, ihre Heilkräfte, Inhaltsstoffe, Vegetationszyklen und ihre Nutzung als Nahrungsmittel für Mensch und Tier ein. Fachmännisch wurden von den beiden Kräuterpädagoginnen die Fragen von den Teilnehmern der Kräuterwanderung beantwortet. Auf jedes Kraut wussten sie die passende Antwort.

Am Ende der Führung gaben Beide den Teilnehmern noch viele Kräuterwünsche mit auf dem Weg und sie bekamen von den Teilnehmern viel Applaus für ihr großes Wissen über die Vielfalt an Kräutern. „Unkraut ist nicht gleich Unkraut“ – so wird mancher beim Unkraut jäten im Garten jetzt die Sache mit anderen Augen sehen. Ist es ein „Unkraut“ oder ein nützliches „Kräuterlein“. Für den Verzehr oder zur Heilung geeignet. hape

© Fränkische Nachrichten

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