Eiersuche im Freilandmuseum

Das traditionelle Eiersuchen zu Ostern war der erste Höhepunkt der Saison im Freilandmuseum. Viele Kinder machten sich wieder auf die Suche. Vor Ort waren auch Living History-Darsteller.

In unserem Museum waren viele Eier versteckt – und die konnten die Kinder traditionell wie seit Jahren am Ostermontag wieder suchen. Am letzten Märzwochenende hatten die sieben Freilandmuseen im Land ihre Pforten für die Besucher wieder geöffnet. Den ganzen Winter über haben die Mitarbeiter – so auch im Odenwälder Freilandmuseum in Gottersdorf – die Museumsdörfer für die Saison wieder auf Vordermann gebracht. Dabei wurde Vieles ausgebessert, hergerichtet und geputzt. Nebenbei wurden auch die Vorbereitungen für die vielen Veranstaltungen im Jahresverlauf getroffen. So wie auch für das traditionelle Ostereiersuchen am Ostermontag im Freilandmuseum. Hier kamen viele Kinder mit ihren Eltern zum ersten Höhepunkt der Saison. Das Wetter mit viel Sonnenschein war sehr geeignet, um ins Museumsdorf zu kommen.

Viele Eier versteckt

Die Mitarbeiter des Museums hatten hinter dem kleinbäuerlichen Hof der Familie Backfisch aus Neckarburken ein Stück Wiese eingegrenzt, wo die Kinder zu drei verschiedenen Uhrzeiten die bunten Eier suchen konnten. Wie in den Jahren zuvor wurden insgesamt 450 bunte Eier von einer Museumsmitarbeiterin versteckt.
Wenige Schritte hinter dem Museumseingang wurden die Besucher mit den bunt bemalten Eiern, die von den Kindern schon am Karfreitag bemalt wurden und am Osterbaum aufgehängt worden waren, empfangen.
Am Ostermontag wurden nicht nur Eier gesucht, die Kinder konnten auch alte Spiele aus früheren Tagen ausprobieren , wie das Stelzenlaufen oder „Himmel und Hölle“. Auch die Osterwand mit Ostermotiv war wieder ein großer Anziehungspunkt für große und kleine Besucher.

Kinder hatten Spaß

Hier galt es bunte Eier aus Kunststoff aus einer bestimmten Entfernung durch die Löcher zu werfen. Weiter durften die kleinen Besucher ausgeblasene Eier bunt bemalen, was den Kindern sehr viel Spaß machte.
Das ganze Osterwochenende waren „Living History“-Darsteller der IG „Lebendige Geschichte 1848/1849“ auf dem Museumsareal. So waren aus dieser Zeit Darsteller als Soldaten vor Ort, die dem Besucher militärisches Exerzieren vorführten. Auch die Familie Backfisch hatte in ihrem Gehöft Einzug gehalten und zeigte ihr früheres Leben als Bauern. Nicht zu vergessen auch Schmied Franz Schell, der im Großbauernhof Schüssler seine Schmiedekunst vorgeführt. Am Pferch bei den Schafen hatten die Kinder ihren Spaß beim Füttern und Streicheln der Schafe.

Schafe werden geschoren

Hier schließt sich gleich die nächste Veranstaltung im Freilandmuseum an. Am 6. Mai steht das Scheren der Museumsschafe auf dem Programm. Ein Schafscherer wird vor Ort sein und die Schafschur vorführen. Außerdem wird bei der Weiterverarbeitung gezeigt, was man alles aus der Schafswolle machen kann, vom Entfilzen und Spinnen der Wolle bis zu schönen Strickwaren. Das zeigen die Spinnstubenfrauen des Heimatvereins Höpfingen. Das Figurentheater Abraxas spielt an dem Tag Märchen und Musik für die Kinder. hape

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